Review: Serbetli Tabak Doppelapfel

Serbetli Wasserpfeifentabak Doppelapfel, 50g

Heute möchte ich einen Tabak vorstellen den jeder einmal probiert haben sollte. Ich persönlich habe mit Serbetli Doppelapfel meine erste Shisha geraucht und daraufhin circa ein halbes Jahr nichts anderes geraucht. Mitlerweile ist es so dass ich in regelmäßigen Abständen immer wieder zum “guten alten” greife. Nachdem ich in letzter Zeit schon beschrieben habe wie man Tabak gut anfeuchten kann und dafür den Doppelapfel benutzt habe bietet sich das regelrecht an. Ich finde man muss auch nicht immer besonders innovative und nur die besten Produkte unter die Lupe nehmen. Gerade für Anfänger oder alteingesessene die einfach noch am Serbetli Tabak vorbeigeraucht haben eignet sich dieser Text.

Man muss allgemein zu Serbetli sagen dass die Sorten hier in Deutschland ziemlich klebrig sind. Der Wasserpfeifentabak Hersteller befindet sich in der Türkei und produziert seit einiger Zeit für den deutschen Markt. Dass der originale Tabak feuchter ist muss ich wahrscheinlich kaum erwähnen (wegen der deutschen Tabakverordnung ist die Feuchtigkeit in D. unter 5%). Ich zähle Serbetli auf jeden Fall zu einem der besten Tabakproduzenten, ob nur originaler Tabak oder “deutscher”.

Der Schnitt von Serbetli ist im allgemeinen grob. Das ganze hat seine Vor- und Nachteile. Bei Serbetli äussert sich der grobe Schnitt positiv in langer Rauchdauer. Negativ ist schlechte Toleranz was die Hitze angeht. Zu wenig Temperatur und es passiert gar nichts, zu viel und er brennt schnell an. Deshalb empfehle ich viel Sorgfalt beim Kopfaufbau. Lieber mit etwas weniger Tabak beginnen langsam steigern. Genau so mit der Alufolie. Aber auf Setups (Kopfaufbau) werde ich an anderer Stelle noch öfters eingehen.

Nun, das war alles sehr allgemein über Serbetli. Jetzt kommen wir zum eigentlichen Review über den Doppelapfel.

Wie erwähnt ist der Schnitt ziemlich grob. Es finden sich auch einige Äste im Tabak die man nach Lust und Laune entfernen kann, muss man aber nicht. Angeboten wird der Tabak in einer schön aufgemachten Hardbox. Darin ist eine Kunststoffverpackung und in dieser ist der Tabak nochmal extra in Kunststoff eingewickelt. Der Tabak muss auf jeden Fall angefeuchtet werden was hier schon beschrieben wurde: Link

Hier habe ich schonmal alles vorbereitet. Ich mache ein Setup mit vier Lagen Alufolie für einen Nargilem Kopf. Als Kohle verwende ich die Naturkohle von Instant Lite. Die Alufolie ist handelsübliche aus dem Supermarkt.

Den Nargile Kopf befüllt ihr am besten erst mal mit relativ wenig Tabak. Wie schon erwähnt muss man sich bei Serbetli etwas rantasten weil er leicht anbrennt. es reichen 5 Gramm oder eine dünne Schicht nach Augenmaß.

Ich verteile den Tabak neuerdings mit einer Gabel im Kopf, nicht mehr mit der Kohlezange. Man kann natürlich auch die Finger nehmen, aber das ist immer eine klebrige Angelegenheit.

Man sieht dass mein Kopf schon eine Weile in Benutzung ist. Ich finde Köpfe werden bei längerer Benutzung eher noch besser weil die oberfläche rauher wird.

Ich stecke nach dem Befüllen immer noch den Dorn der Kohlezange von unten durch die Löcher dass diese auch gut frei sind und der Durchzug nicht leiden muss.

Die viel Lagen Alufolie mache ich einzeln und nacheinander auf den Kopf. Immer mit der glänzenden Seite nach unten dass die Wärme (Energie) reflektiert wird. Manche erinnern sich jetzt dunkel an Physik.

Jetzt nur noch viele Löcher mit einer Nadel reinstechen und los gehts.

Am Anfang muss man wie bei jedem Tabak ein paar mal ziehen bis der erste Rauch kommt. Wenn nichts passiert einfach noch ein paar Löcher nachträglich reinstechen. Es müssen übrignes nicht alle Löcher direkt unter der Kohle sein. Es darf ruhig noch etwas Luft mit rein.

Wenn man alles richtig gemacht hat kommt der Geschmack bei Serbetli Doppelapfel sehr schnell und sehr intensiv. Der Geruch sowie der Geschmack erinnern stark an Anis oder Süßholz. Den Apfel schmeckt man eher raus wenn man raucht, von Geruch alleine merkt man nicht viel von Apfel. Der Geschmack ist nach dem einrauchen sehr intensiv und sehr süß.

Man muss leider immer wieder aufpassen das entweder nicht zu wenig Rauch kommt oder nicht zu viel Hitze entsteht. Dass ist ein Punkt der mich schon immer etwas gestört hat.

Ich empfehle nicht zu schnell zu rauchen. Leider hatte ich schon ein paar mal Kopfweh vom Doppelapfel. Das liegt sicherlich auch manchmal an meiner Rauchart. Aber Vorsicht ist hier sicher besser als Nachsicht. Wenn man ganz gemütlich rauch und etwas dazu trinkt kann eigentlich nichts schiefgehen.

Wie schon erwähnt ist nach dem Anfang der Geschmack durchweg angenehm Süß. Was ich absolut am Serbetli Tabak schätze ist, dass er nicht künstlich schmeckt. Für mich ein wichtiges Kriterium.

Man kann den Serbetli Tabak lange rauchen. Sehr lange. Ich hab ehrlich gesagt meistens entweder Kohle nachlegen müssen oder aufgehört bevor der Tabak aufgeraucht war. Auch bei geringen Mengen. Man kann also aus einer Packung sehr viel rausholen.

Mein Fazit für den Tabak:

Serbetli Doppelapfel muss man meiner Meinung nach mal geraucht haben. Kann daran liegen dass er für mich schon etwas nostalgisches hat. Andere Sorten von Serbetli sind allerdings noch besser (bsp. Ananas oder Honigmelone).

Für 4,20 € bekommt man eine 50 Gramm Packung was ich in Ordnung finde. Es gibt den Tabak auch in 100 Gramm und 200 Gramm Packungen.

Mit gefällt vorallem der natürlich Geschmack und die lange Rauchdauer.

Schwierig ist die geringe Temperaturtoleranz und die Neigung Kopfschmerzen zu verursachen.

Von mir bekommt der Serbetli Doppelapfel eine gute Note 3.

Keine Antwort bis jetzt. »

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